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Hauptwache

Hauptwache 2014

Hauptmann:              Vladimir Dorochow
Oberleutnant:            Rene Folgner
Leutnant:                  Tim Robers
Hauptfeldwebel:         Max Terbrack

(2014-03-14)


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Aktuelle Infos zur Hauptwache ab sofort (nur) auf Facebook.

http://www.facebook.com/pages/Hauptwache-St-Georgius/143971932318324

(2011-04-29)


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Was ist die Hauptwache?

Diese Frage werden sich sicherlich viele Außenstehende stellen, wenn sie zum ersten Mal von diesem Teil der St-Georgius Schützengilde hören. Schließlich ist eine Hauptwache nicht in jedem Schützenverein vorhanden. Es gibt zwar eine Vielzahl von Junggesellenkompanien in den hiesigen Schützenvereinen - denen die Hauptwache in ihren Grundzügen ähnlich ist - aber es gibt auch einige Unterschiede.

Der Existenz von Junggesellenkompanien liegt in der Regel das Bestreben der jungen Schützen zugrunde, eine eigene Gruppe innerhalb des Vereins zu bilden und sich in gewisser Weise abzugrenzen. Das ist nicht ungewöhnlich und wird in etlichen Vereinen auch schon seit langem praktiziert, bei den Georg-Schützen zu Bocholt bereits im 15. Jahrhundert. Auch die "jungen" Stadtlohner Georgius-Schützen strebten schon früh eine eigene Gruppierung an, was sie jedoch erst zum Ende des 19. Jahrhunderts durchsetzen konnten.

Seither versammeln sich die jungen Schützen der Georgius-Gilde in der Hauptwache, um gemeinsam zu feiern. Während des Schützenfestes gibt es zahlreiche Aufgaben, die der Wache auferlegt werden. Angefangen beim Bau der Gewehre, dem Montieren des Vogels, dem großen Zapfenstreich, über die große Party im eigenen Zelt und das mehr oder weniger zackige Wache-Schieben am Zelt und bei den Majestäten bis hin zum typischen Streich, den die Wache dem neuen Thron spielt gibt es so manches, was für ein volles Programm während des Schützenfestes sorgt.

Unvergessen sind auch die unzähligen Aktionen, die während der Schützenfeste schon von den Mitgliedern der Wache durchgeführt wurden - manchmal ein wenig unverschämt oder riskant, aber immer zur Freude der Hauptwache und zumindest der meisten Beteiligten. Man stelle sich zum Beispiel eine Truppe vor, die mit Blaulicht in einem Krankenbett die B70 entlangfährt, ein kurzerhand einberaumtes Schweine-Rodeo in der Stadthalle veranstaltet oder die neue Standarte der Adjutanten erst „wieder findet" und dann meistbietend versteigert. Diese Späße sich herauszunehmen ist der Hauptwache Privileg. Natürlich muss man immer aufpassen, es sich mit niemandem zu verscherzen, aber die meisten Schützenbrüder verstehen ja Spaß und unterstützen die Hauptwache.

Gerade diese Unterstützung ist für die jungen Schützen auch von großer Bedeutung, da ein Schützenfest nach Maßstäben eines jungen Mannes, der noch in Schule, Ausbildung oder Studium ist, große Summen verschlingt. Daher ist es immer eine besondere Freude, wenn die Wache finanzielle Unterstützung erfährt, damit es sich auch zukünftig junge Schützenbrüder leisten können in den Schützenverein einzutreten und aktiv mitzuarbeiten. Wir bedanken uns daher bei allen, die sich in der Vergangenheit großzügig gezeigt haben.

Jedoch ist das Feiern des Schützenfestes nicht das Einzige, was die Mitglieder der Hauptwache gemeinsam tun. Es finden natürlich auch noch einige andere Veranstaltungen im Hauptwachenjahr statt. So hat die Hauptwache an den Kompanieabenden einen besonderen Status, da sie gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Vorstand und der Husarenkapelle alle drei Torkompanien besucht und den von ihr behüteten Schützenvogel präsentiert. Natürlich setzen die Schützen der drei Kompanien alles daran, den Vogel der Wache zu entwenden, jedoch kam es bisher noch nie vor, dass dieses Unterfangen erfolgreich war. Na ja, so gut wie noch nie.

Weiterhin gibt es jedes Jahr im September die große Pättkestour der Hauptwache, bei der 30 bis 40 Mann, bekleidet mit Hut und Schärpe, über die Münsterländer Radwege sausen. Im Anschluss an das Radeln findet immer das allseits beliebte Hauptwachen-Schützenfest statt, bei dem ein eigener König ausgeschossen wird. In Ermangelung der Teilnahme von Frauen wählt dieser dann seine Königin aus den Reihen der Schützen.

Ein besonderes Highlight ist in jedem Jahr das Manöver im Gelände Willingen. Die Wache ist inzwischen schon altbekannter Dauergast in vielen Einrichtungen des Ortes, wie zum Beispiel im altehrwürdigen Henkenhof, in dem man jedes Jahr Quartier nimmt. In diversen Kneipen und vor allem auf Siggis Hütte fühlen viele Schützen sich heimisch, was wohl auch der Grund dafür ist, dass für das Manöver seit Jahren schon kein anderes Ziel mehr angesteuert wurde. Zwar wurde hier und da auch schon über die Stränge geschlagen, aber man kam jedes Jahr wieder vollzählig in Stadtlohn an.
Ebenso soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass die Hauptwache besonders die Freundschaft zu unserem Bruderschützenverein De Schütten to Borghorst" pflegt und bei den vielen Besuchen dort schon die ein oder andere Schützenwürde erringen konnte.

Das Hauptwachen-Jahr klingt dann Anfang Dezember bei der kombinierten Weihnachtsfeier und Generalversammlung aus, bei der immer ein riesiger Backsmann vertilgt wird. Man lässt das Jahr Revue passieren, fasst Beschlüsse, wählt Schützen in diverse Ämter und plant das kommende Jahr. Zum Glück ist es von da an nicht mehr lang bis zum nächsten Kompanieabend, so dass der Kreis sich hier schließt.

Wem die Wartezeit zwischen zwei Veranstaltungen dennoch zu lang ist, kann sich beim monatlichen Stammtisch der Hauptwache in der Krone die Zeit vertreiben. Auch Ehemalige sind hier natürlich immer gern gesehen (Letzter Freitag im Monat, 2000 Uhr, Gaststätte „Zur alten Krone"). Da ließe sich all das hier Präsentierte sicher noch vertiefen. (HW 05.01.2007)


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