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Schießsportgruppe St. Georgius e.V.

Die SSG St. Georgius e.V. Stadtlohn feiert Jubiläum

50 Jahre SSG - Jubiläum am 20. September 2008

Am 20. September 1958 wurde vom Major des Bürgerschützenvereins Stadtlohn - St. Georgius Schützengilde, Franz-Josef Cohaus, die Gründungsversammlung der Schießsportgruppe St. Georgius in der Stadtlohner Turn- und Schützenhalle eröffnet. Im Sitzungsverlauf wurde von der Versammlung der Vorstand gewählt und 31 Schützen ließen sich als aktive Mitglieder eintragen - Die Geburtsstunde unserer Schießsportgruppe.

Emblem SSG 1958

Wie alles begann.
Nachdem der Schießsport nach dem zweiten Weltkrieg keine Heimat mehr in Stadtlohn hatte, eine von Franz-Josef Hengstermann und Erich Honrath beim Fürsten zu Salm-Salm in Rhede beantragte Genehmigung zum Bau eines Schießstandes im Lohnerbrock abgelehnt wurde, entschloss man sich auf eine andere Art den Schießsport wieder zu beleben.
Major Franz-Josef Cohaus vom Bürgerschützenverein Stadtlohn - St. Georgius Schützengilde lud Schützen zur Gründungsversammlung in die Turn- und Schützenhalle Stadtlohn ein.

Diese Versammlung fand am Samstag, dem 20. September 1958, um 17.00 Uhr statt. Es wurde um vollständiges Erscheinen gebeten. Jeder Schütze musste durch seine Unterschrift seinen Beitritt zur Schießsportgruppe erklären.

Es war so, dass sich bereits vor diesem Gründungstermin Herren zu Zielübungen getroffen haben. Auch das Wort "Schießsportgruppe" zierte schon die Einladungen zur Versammlung. Es waren bereits Scheibenzuganlagen und einige Gewehre bestellt. Diese standen zum 20. September 1958 auch schon zur Verfügung.

Major Cohaus leitete die Versammlung und konnte am Ende 31 Schützinnen und Schützen durch Unterschrift für die Schießsportgruppe gewinnen.

Die Schießportgruppe war zu Anfang eine Untergliederung des Bürgerschützenvereins St. Georgius. Ein eigenständiger- und eigenverantwortlicher Verein wurde sie erst im Jahre 1996, mit Eintrag in das Vereinsregister.

Bei der Gründungsversammlung ergaben die Vorstandswahlen folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Franz-Josef Hengstermann
Stellvertreter: Heinz Lüfkens
Schriftführer und Kassierer: Erich Honrath
Schießwart: Hans-Werner Büning
Stellvertreter: Günter Pieper

Franz-Josef Hengstermann stand der Schießsportgruppe Stadtlohn als 1. Vorsitzender vor. Auch seine Frau Tiny gehörte von Anfang an mit zur Gemeinschaft der Sportschützen. Sie war eine gute Schützin und für die Sportschützen so etwas wie "die gute Seele" der Kompanie.

Das Alter der Schützen dieser neu gegründeten Schießsportgruppe lag zwischen 21 und 68 Jahren. Vorsitzender Hengstermann war bei seinem Amtsantritt 42 Jahre alt.
Das älteste sich in die erste Mitgliederliste eingetragene Mitglied war Caspar Loer mit 68 Jahren. Die jüngsten Mitglieder Arnold Wullers und Heinrich Stapper (Eschstraße) mit jeweils 21 Jahren. Würde heute jemand mit solch einem Alter als Sportschütze beginnen, es wäre ein wenig spät.

Nachdem zu Anfang im Garten des 1. Vorsitzenden Schießübungen absolviert wurden, ergab sich später die Möglichkeit in der Gaststätte "Schaefers", Dufkampstraße, beim Vereinswirt Heinz Nietfeld seine Zelte aufzuschlagen. Samstags, in der Zeit von 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr, wurde die Scheibenzuganlagen vor Beginn des Schießens aufgebaut, nach dem Schießen wieder abgebaut. Es war eine schöne Zeit bei Nietfeld. In den Folgejahren wurde in der Gaststätte "Zur Linde" und über den Räumen des DRK im Bauhof geschossen.

Gründung einer Jugendgruppe
Am 1. August 1961 gründete sich die Jugendgruppe der Stadtlohner Schießsportgruppe. In den Anfangsjahren der Schießsportgruppe konnten nur Söhne und Töchter von Mitgliedern des Bürgerschützenvereins St. Georgius dem Verein beitreten. Das hat sich heute grundlegend geändert.
Heute kann jedes Mädchen oder Junge unserer SSG St. Georgius e.V. beitreten. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 12 Jahren. Ab dieser Jahrgangsstufe darf mit dem Luftgewehr/ Luftpistole unter Anleitung und Standaufsicht geschossen werden. Für unter 12-jährige gibt es Ausnahmeregelungen. Es bedarf, zusätzlich zur Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten, einer behördlichen Genehmigung.

Auf der Generalversammlung am 9. Dezember 1961 waren es bereits 12 Jugendliche die der 1. Vorsitzende Franz-Josef Hengstermann begrüßen konnte. Als zwölftes Mitglied trat seinerzeit Herbert Sudholt der Gemeinschaft bei.
Von den Jugendlichen gehört heute nur noch Joachim Hollweg der Schießsportgruppe an.

Vereinseintrag
Gegründet wurde die Schießsportgruppe 1958 als Abteilung des Bürgerschützenvereins Stadtlohn - St. Georgius Schützengilde. Das war bei vielen Vereinen so üblich. Der Verein war dem Dachverband "Deutscher Schützenbund" angeschlossen, im Landesverband "Westfälischer Schützenbund" eingegliedert und dem "Schützenkreis Ahaus" zugeteilt.

Alle Grundsportgeräte wie Gewehre und Zubehör mussten aus Eigenmitteln oder Spenden finanziert werden. Es gabe kaum eine Möglichkeit der Bezuschussung durch beispielsweise den Landessportbund. Einzig und alleine die Stadt Stadtlohn vergab im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Zuständigkeiten jährlich einen prozentualen Anteil ihrer Fördermittel an die Schießsportgruppe St. Georgius.

Als Nachfolger von Franz-Josef Hengstermann wurde 1971 Alfred Meisner als sein Nachfolger zum 1. Vositzenden gewählt. Er übte dieses Amt 23 Jahre mit Freude, aber auch mit Strenge und Disziplin, Disziplin die er seinen Sportschützen abverlangte, aus. In seiner Amtszeit blühte der Verein auf. Sein besonderes Augenmerk legte Fred wie ihn alle nannten, auf die Jugendarbeit. Für seine Verdienste um den Schießsport erhielt er die Kölner Medaille und das Ehrenkreuz am Bande in Bronze.

1994 wurde Joachim Hollweg als sein Nachfolger gewählt. Er übernahm ein schweres Amt. Die vorhandenen Gewehre, Schießjacken, Knieendrollen etc., also die Grundsportgeräte, waren alt und teilweise verbraucht. Nun galt es also auch einmal an Neuanschaffungen zu denken. Doch ohne Gemeinnützigkeit des Vereins würde das schwer werden. Also entschloss man sich im Jahre 1995 sich um die Sache zu kümmern. Grundlage war der Pachtvertrag mit der Stadt Stadtlohn.

Der Verein musste praktisch neu gegründet werden. Am 25. März 1996 fand ab 16:00 Uhr im Schießsportzentrum (SSZ) eine Besprechung statt. Joachim Hollweg als Vorsitzender hatte eingeladen. Die Anwesenden wählten Alfred Meisner zum Versammlungsleiter und Josef Kaiser zum Protokollführer. Eine Satzung wurde erarbeitet. Die Versammlung beschloss anschließend einstimmig die Gründung eines Fördervereins.
Zum Vorstand wurden gewählt:
Herr Joachim Hollweg (1. Vorsitzender)
Herr Frank Kaiser (2. Vorsitzender)
Herr Guido Switkowski (Geschäftsführer und Kassierer)
Herr Bernd Gertz (Jugendleiter)
Herr Alfred Meisner (Sozialwart)
Alle nahmen die Wahl an.

Der § 1 der Satzung lautet: Name, Sitz und Farben
Der Name des Vereins lautet Schießsportgruppe St. Georgius e.V.
Der Verein ist bereits im Jahre 1958 gegründet worden.
Der Verein ist Mitglied des Westfälischen Schützenbundes 1861 e.V. (WSB).
Der Verein trägt die städtischen Farben "Blau-Weiß".
Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
Im nachfolgenden ist der Verein mit SSG bezeichnet.
Der Verein hat seinen Sitz in Stadtlohn

Am 22. Februar 1996 schrieb das Amtsgericht Ahaus den 1. Vorsitzenden Joachim Hollweg an und teilte ihm in diesem Schreiben den Eintrag in das Vereinsregister mit. Somit war der Vereinseintrag des neuen Vereins Schießsportgruppe St. Georgius e.V. vollzogen.





Köpfe

NACHTRAG

2012 - Die Stadtlohner Sportschützen stellen sich neu auf.

Die drei Schießsportgruppen der Schützenvereine: Bürgerschützenverein St. Otgerus, Schützenverein Wessendorf-Breul und Bürgerschützenverein St. Georgius gründen die Sportschützen Stadtlohn e.V.. Zukünftig wird man gemeinsam unter einem neuen Namen an den sportlichen Wettkämpfen teilnehmen.

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Vereinschronik

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